Montag, 9. März 2009
Endspurt... die letzten Meter
So, hätten wir es also fast geschafft. Noch eine Woche bzw fünf Tage im Praktikum; was nicht etwa bedeuten soll, dass darauf ein Ziel folgt, oder gar ein Ende, nein nicht doch! Dann habe ich eben nur wieder einen Schulblock. Gähnende Langeweile, verhörartige Vor-Prüfungssituationen eines Dozenten, der im IHK-Prüfungsausschuss sitzt (weh mir!), übermütige Frauen, die dem einzigen Mann unter den Schülerinnen (aka Ich), gnadenlos mit Bleistiften in den Arm pieken, mir die Hände anmalen oder mich dermaßen mit Kaffee abfüllen, dass ich alle sieben bis acht Minuten auf Klo rennen könnte... Vergnügen pur, Freunde der Sonne, ich sage es euch. Aber es hat auch etwas Gutes, ich meine, zumindest habe ich etwas zu tun. Lernen soll ja gut fürs Gehirn sein. Also zumindest für die anderen. Manche Dinge muss man ja gar nicht mehr lernen. Ich freue mich jedenfalls schon wieder auf meine Tätigkeit als Aushilfsdozent im IV-Unterricht (Informationsverarbeitung, sprich, am Computer hocken und tun, was man sonst auch so tut...) ...

Da habe ich doch jetzt glatt vergessen, wen meine Chefin mich bat anzurufen... peinlich, da werde ich wohl noch einmal nachfragen müssen... weil ich zuerst die E-Mail an die Geschäftstelle geschickt habe, haha...

Und neulich habe ich doch tatsächlich eine Sendung über die Gefahren des Web 2.0 im Fernsehen gesehen *lachweg*. Man kann darin ja jeden finden, und man sollte doch seine Profile nicht allzu privat gestalten, weil die ganze Welt, insbesondere (!) zukünftige Arbeitegeber, diese Profile einsehen könnten. Ich habe mir vor Lachen den Bauch gehalten. Erstens überprüft sowieso jeder, der ein bisschen Gehirn hat, regelmäßig die Zugriffsrechte seiner Online-Profile, und zweitens... man sorry, ich kann mir nicht vorstellen, dass bei einem ganz normalen Job der Personalleiter von Kaufland eigens hingeht (oder eben jemanden dafür anheuert) und seine angehende Kassiererin im Netz abcheckt... bei hohen Posten mag das ja noch sinnvoll sein, aber Leute in solchen Positionen müssten doch ganz genau wissen, dass man Privat- und Berufsleben zu trennen hat ;-)

Gut; aber wer macht das schon wirklich? Ich selbst bin hier auf der Arbeit online und plauder auch privat mit meinen Leuten hier. Macht doch jeder, oder? Dieser Blog ist das beste Beispiel. Vielleicht ist es alles eine Sache der Einhaltung von Grenzen. Man darf es nicht übertreiben; aber sich ganz zu verstecken ist heutzutage, glaube ich, nicht mehr möglich.

Sooo, die Dame hätte ich angerufen, leider ist sie derzeit nicht erreichbar, irgendwie drückt meine Kollegin auf die Stimmung... könnte aber auch damit zusammen hängen, dass ich so UNGLAUBLICH teamfähig und vor allem -willig bin und ungern mit jemandem im Büro sitze... vor allem wenn ich mich beobachtet fühle, das macht mich wahnsinnig... herrje, noch vier Tage und zwei Stunden, ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge, aber ich gehe! Und ich freu mich drauf.

... comment