Mittwoch, 24. November 2010
Dichter, Denker, Depressionen
joy-d, 22:23h
Oh, weh mir!! Wenn ich mich morgens aus den wärmenden Federn quäle, dunkelt es noch immer draußen, und wenn ich langsam unter die Lebenden zurück kehre und die Augen zum Tage öffne, dunkelt es schon wieder! Die wenigen Stunden, die ich mit Tagwerk zu verbringen suche, schleiche ich durch die Welt als der Halbtote, der ich aufgrund meines physischen Verwesungsgrades noch lange nicht sein dürfte. Und nun sitze ich hier mitten in der Nacht um kurz nach acht, heißer Tee wärmt mir die klammen Griffel, und schaue mir von der Super Nanny die ersten zehn Minuten an, damit ich mir vormachen lassen kann, dass es tatsächlich Menschen gibt, die noch beschissener dran sind als ich. Ach ja...
(Ich seufze gerade, aber da man das nicht lesen kann, schreibe ich einfach nur: *seufz*. Den Klang dazu dürft ihr euch gern denken, oder, wenn ihr gar nichts Besseres zu tun habt, auch nachmachen. Vermutlich ist es gerade auch angebracht)
In letzter Zeit ist Duisburg tatsächlich noch trüber als sonst; zumindest stellt sich mir meine Welt als ein Matsch aus düsteren Graustufen dar, die selbst Photoshop in dieser Nicht-Brillianz kaum hinbekommen würde. Ja Freunde, es geht nichts über die Realität. Und damit meine ich nicht die, die RTL in ihren Drehbüchern stehen hat. Ich meine die Winterrealität, hart und unerbittlich wie der Wind, der durch meine Polarkleidung pfeift, schwer und grau wie die Regenwolken am Himmel! Ach! Blau war der Himmel einst, mich dünkt ich erinnerte mich, doch mag mein Geist mich trügen... ich weiß es nicht mehr.
Augenringe bis zum Kinn, das ist selbst für mich ein neuer Rekord. So ging ich heute auf Anraten einer lieben Arbeitskollegin ins Solarium, um mir ein wenig Farbe ins bleiche Antlitz zaubern zu lassen. Und wie ich da liege in diesem Sonnensarkophag, mir warmes, kühles Kunstlicht auf den Pelz (das war ausnahmsweise kein Scherz) brennen lasse, schlafe ich doch glatt ein, entschlummere in süßesten Träumen... Sandstrand, Meeresrauschen (ok; ein bisschen laut, war halt nah am Solarium - ich meine Meer), das ganze Programm, als nach 20 Minuten die Welt unterging. KLACK! War das Licht aus, es wurde kalt, und ich war wieder da, wo ich seit Tagen schon nicht sein möchte; im arschkalten Deutschland. ARGH!
Und als wäre das nicht genug, belästigt mich Herr Innenminister (ich weiß wie er heißt, so ist das nicht, aber es gibt tatsächlich auch Worte, die selbst ich nicht schreiben kann... Demiziere oder wie auch immer zum Beispiel) mit fahrigen Angstparolen mit dickem Betreff TERROR in Deutschland. Aha. Also ich bin wirklich zu winterdepressiv, um mir groß Sorgen darüber zu machen. Das ist mein (hoffentlich) letztes Wort in dieser Sache.
Bleiben noch wenige Lichtblicke in dieser schweren, dunklen Zeit, um sich über den Winter zu retten:
1. Es geht vorbei. Es mag etwas dauern, aber irgendwann wird es auch wieder Juli sein.
2. Meine Heizung funktioniert dank Heizungsmann wieder... nochmal danke an den Typen in Blau, der sich im Stillen ganz sicher über meine paranoide Angst bezüglich Höllenmaschine amüsiert ("Höllenmaschine" ist meine Gastherme, und wirklich, sie verdient den Namen).
3. Sebastian Vettel ist Formel 1 Weltmeister und hat meinen absoluten Lieblingsfahrer (ok, das war jetzt aber wirklich ein Scherz. Ihr dürft auch lachen) Alonso ganz schön dumm aus der Wäsche gucken lassen *STRIKE*
Und last but not least: am 27.11.2010 lese ich in Köln im Filmhaus (Studiobühne im Keller) aus meinem Buch Love Is A Sin. Alle, die mich dann live und in Farbe (falls ich bis dahin nicht komplett ausgeblichen bin heißt das) sehen wollen, sind gegen Eintritt von 5 Euro herzlich eingeladen, sich meinen Beitrag reinzuziehen (Bier gibts auch, kostet auch weniger als 5 Euro :-P). Keine Sorge, Bücher gibts nicht zu kaufen (jedenfalls nicht von mir), aber es wird ein netter Beitrag, in dem ein junger Mann von einer älteren Frau mit einem Hammer erschlagen wird... genau das Richtige, um der Winterdepression wirksam entgegen zu treten ;-)
Hochachtungsvoll
Anti-Joy D
(Ich seufze gerade, aber da man das nicht lesen kann, schreibe ich einfach nur: *seufz*. Den Klang dazu dürft ihr euch gern denken, oder, wenn ihr gar nichts Besseres zu tun habt, auch nachmachen. Vermutlich ist es gerade auch angebracht)
In letzter Zeit ist Duisburg tatsächlich noch trüber als sonst; zumindest stellt sich mir meine Welt als ein Matsch aus düsteren Graustufen dar, die selbst Photoshop in dieser Nicht-Brillianz kaum hinbekommen würde. Ja Freunde, es geht nichts über die Realität. Und damit meine ich nicht die, die RTL in ihren Drehbüchern stehen hat. Ich meine die Winterrealität, hart und unerbittlich wie der Wind, der durch meine Polarkleidung pfeift, schwer und grau wie die Regenwolken am Himmel! Ach! Blau war der Himmel einst, mich dünkt ich erinnerte mich, doch mag mein Geist mich trügen... ich weiß es nicht mehr.
Augenringe bis zum Kinn, das ist selbst für mich ein neuer Rekord. So ging ich heute auf Anraten einer lieben Arbeitskollegin ins Solarium, um mir ein wenig Farbe ins bleiche Antlitz zaubern zu lassen. Und wie ich da liege in diesem Sonnensarkophag, mir warmes, kühles Kunstlicht auf den Pelz (das war ausnahmsweise kein Scherz) brennen lasse, schlafe ich doch glatt ein, entschlummere in süßesten Träumen... Sandstrand, Meeresrauschen (ok; ein bisschen laut, war halt nah am Solarium - ich meine Meer), das ganze Programm, als nach 20 Minuten die Welt unterging. KLACK! War das Licht aus, es wurde kalt, und ich war wieder da, wo ich seit Tagen schon nicht sein möchte; im arschkalten Deutschland. ARGH!
Und als wäre das nicht genug, belästigt mich Herr Innenminister (ich weiß wie er heißt, so ist das nicht, aber es gibt tatsächlich auch Worte, die selbst ich nicht schreiben kann... Demiziere oder wie auch immer zum Beispiel) mit fahrigen Angstparolen mit dickem Betreff TERROR in Deutschland. Aha. Also ich bin wirklich zu winterdepressiv, um mir groß Sorgen darüber zu machen. Das ist mein (hoffentlich) letztes Wort in dieser Sache.
Bleiben noch wenige Lichtblicke in dieser schweren, dunklen Zeit, um sich über den Winter zu retten:
1. Es geht vorbei. Es mag etwas dauern, aber irgendwann wird es auch wieder Juli sein.
2. Meine Heizung funktioniert dank Heizungsmann wieder... nochmal danke an den Typen in Blau, der sich im Stillen ganz sicher über meine paranoide Angst bezüglich Höllenmaschine amüsiert ("Höllenmaschine" ist meine Gastherme, und wirklich, sie verdient den Namen).
3. Sebastian Vettel ist Formel 1 Weltmeister und hat meinen absoluten Lieblingsfahrer (ok, das war jetzt aber wirklich ein Scherz. Ihr dürft auch lachen) Alonso ganz schön dumm aus der Wäsche gucken lassen *STRIKE*
Und last but not least: am 27.11.2010 lese ich in Köln im Filmhaus (Studiobühne im Keller) aus meinem Buch Love Is A Sin. Alle, die mich dann live und in Farbe (falls ich bis dahin nicht komplett ausgeblichen bin heißt das) sehen wollen, sind gegen Eintritt von 5 Euro herzlich eingeladen, sich meinen Beitrag reinzuziehen (Bier gibts auch, kostet auch weniger als 5 Euro :-P). Keine Sorge, Bücher gibts nicht zu kaufen (jedenfalls nicht von mir), aber es wird ein netter Beitrag, in dem ein junger Mann von einer älteren Frau mit einem Hammer erschlagen wird... genau das Richtige, um der Winterdepression wirksam entgegen zu treten ;-)
Hochachtungsvoll
Anti-Joy D
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