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Donnerstag, 12. Februar 2009
Von Blocks und Blöggen
joy-d, 11:52h
Tjaja, so kann das Leben spielen. Wahrscheinlich besser als die deutsche Nationalelf (nein, ich bin nicht schadenfroh, und hm, ich freu mich schon für meinen norwegischen Kumpel Chris...). Aber ob das Spiel des Lebens auch tatsächlich spannender ist, wage ich zu bezweifeln. Man man man. Da steht man energiegeladen auf, hat den Kopf voller Ideen für neue Stories (und zwar richtig gute), kommt zur Arbeit, da ist tatsächlich was im Eingangskörbchen... die erledigte Arbeit von gestern. Zu früh gefreut. Aber hmm, immerhin habe ich es dann doch geschafft, meinen Arbeitstag bis zehn Uhr auszudehnen. Kaum aber sagt 1Live mir, es ist soweit, habe ich mal wieder keine Arbeit her. Glücklich, wer in dieser Situation einen Blog zum Schreiben hat!
Und nicht nur den. Ich werde, dreist wie ich bin, gleich einfach meinen Block auspacken und anfangen, die ersten meiner genialen Ideen umzusetzen. Ein Block besteht, anders als ein Blog, aus aneinandergehefteten weißen Seiten aus Papier. Einigen von euch wird das Teil noch in düsterer Erinnerung sein, als es noch kein digitales Endlospapier gab und wir Schriftsteller uns noch regelmäßig Sehnenscheidentzündungen vom Handschreiben oder Schreibmaschine-Hämmern geholt haben. Jaa, so war das früher... Deutschland hat im Fußball Spiele gewonnen, wir holzten den Regenwald zugunsten der literarischen Ergötzung des Pöbels ab, und von Tokio Hotel hatte noch kein Mensch auf diesem Erdball etwas gesehen, geschweige denn gehört. Was war das noch für eine Welt!
Und heute? Alles ist nur am Jammern. Die Schriftsteller jammern über den Kommerz. Die Musiker übrigens auch (hat das was mit Kunst zu tun?). Den Regenwald dürfen wir nicht mehr abholzen, weil wir die Gorillas schützen müssen, aber gottlob hat Bill Gates uns mit dem anwender- und sehnenscheidfreundlichen Windows gesegnet, da brauchen wir ja keine Stifte und erst recht kein Papier mehr, Hallelulja. Das Elend geht so weit, dass wenn man jemanden fragt, wie es einem so geht, man getrost erst mal Kaffee kochen gehen kann... und die betreffende Person das nächste Mal vielleicht besser bittet: "ok, sag mir, was grad gut läuft in deinem Leben, damit bist du schneller fertig!"
Dabei gibt es soviel Positives zu berichten! Zum einen scheint ab und zu die Sonne, und wenn ich morgens um halb 9 ins Büro komme, ist es schon hell draußen; was mir zwar dauernd das Gefühl gibt, zu spät zu sein, aber wenn ich dann auf die Uhr schaue, freue ich mich, dass ich es nicht bin :-D jaa, und dann gibt es dieses Jahr schön viele Konzerte. Reamonn hatten wir schon, Apoptygma Berzerk ist heute abend dran, und dann schauen wir mal, wer sich noch so nach Deutschland verirrt... :-D
Dann habe ich eine neue Lieblingsband, die ich auf HÖCHST kuriouse Weise kennengelernt habe... und die zufälligerweise mittlerweile sogar hier bekannt wird. Als ich sie entdeckte, kannte sie noch keine Sau, aber nun spielen sie sogar im Radio. Find ich gut... bei Darren Hayes läuft das ja ein bisschen (...) anders...
Jetzt bin ich inspiriert, die Arbeit kann losgehen. Schluss mit dem Blog, ich brauche meinen altmodischen Block; scheiß auf den Regenwald, ich bin eben konservativ^^
Und nicht nur den. Ich werde, dreist wie ich bin, gleich einfach meinen Block auspacken und anfangen, die ersten meiner genialen Ideen umzusetzen. Ein Block besteht, anders als ein Blog, aus aneinandergehefteten weißen Seiten aus Papier. Einigen von euch wird das Teil noch in düsterer Erinnerung sein, als es noch kein digitales Endlospapier gab und wir Schriftsteller uns noch regelmäßig Sehnenscheidentzündungen vom Handschreiben oder Schreibmaschine-Hämmern geholt haben. Jaa, so war das früher... Deutschland hat im Fußball Spiele gewonnen, wir holzten den Regenwald zugunsten der literarischen Ergötzung des Pöbels ab, und von Tokio Hotel hatte noch kein Mensch auf diesem Erdball etwas gesehen, geschweige denn gehört. Was war das noch für eine Welt!
Und heute? Alles ist nur am Jammern. Die Schriftsteller jammern über den Kommerz. Die Musiker übrigens auch (hat das was mit Kunst zu tun?). Den Regenwald dürfen wir nicht mehr abholzen, weil wir die Gorillas schützen müssen, aber gottlob hat Bill Gates uns mit dem anwender- und sehnenscheidfreundlichen Windows gesegnet, da brauchen wir ja keine Stifte und erst recht kein Papier mehr, Hallelulja. Das Elend geht so weit, dass wenn man jemanden fragt, wie es einem so geht, man getrost erst mal Kaffee kochen gehen kann... und die betreffende Person das nächste Mal vielleicht besser bittet: "ok, sag mir, was grad gut läuft in deinem Leben, damit bist du schneller fertig!"
Dabei gibt es soviel Positives zu berichten! Zum einen scheint ab und zu die Sonne, und wenn ich morgens um halb 9 ins Büro komme, ist es schon hell draußen; was mir zwar dauernd das Gefühl gibt, zu spät zu sein, aber wenn ich dann auf die Uhr schaue, freue ich mich, dass ich es nicht bin :-D jaa, und dann gibt es dieses Jahr schön viele Konzerte. Reamonn hatten wir schon, Apoptygma Berzerk ist heute abend dran, und dann schauen wir mal, wer sich noch so nach Deutschland verirrt... :-D
Dann habe ich eine neue Lieblingsband, die ich auf HÖCHST kuriouse Weise kennengelernt habe... und die zufälligerweise mittlerweile sogar hier bekannt wird. Als ich sie entdeckte, kannte sie noch keine Sau, aber nun spielen sie sogar im Radio. Find ich gut... bei Darren Hayes läuft das ja ein bisschen (...) anders...
Jetzt bin ich inspiriert, die Arbeit kann losgehen. Schluss mit dem Blog, ich brauche meinen altmodischen Block; scheiß auf den Regenwald, ich bin eben konservativ^^
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Mittwoch, 11. Februar 2009
MMMkay...
joy-d, 11:19h
Da bin ich wieder. Nach gefühlter zwei-jähriger Abwesenheit, die ich höchst vergnüglich mit Grippe und anderen Viren verbrachte (welch eine Gesellschaft, ich werde sie vermissen...), bin ich heute wieder auf der Arbeit. Wir schreiben das Jahr 2009, und wie gern würde Klein Joy in Sphären vordringen, die nie ein (Büro-)Mensch zuvor gesehen hat, aber... nein. Nicht in diesem Leben. Mein Arbeitstag beginnt um 8:30 Uhr, und als ich heute kam, frohlockte mein kleines, von Schwermut geplagtes Herz. Denn auf meinem Schreibtisch türmte sich ein wenig Arbeit. Nun; man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Es ist nun 10:10 Uhr, eigentlich eine prima Gelegenheit für abergläubische Menschen, sich etwas zu wünschen. Arbeit vielleicht?
Denn ich habe alles, was in 1,5 Wochen liegen blieb, in 1,5 Stunden aufgeholt. Relation? Fehl am Platz. Wird wegrationalisiert wegen Ist-Nicht. Und so huste und schniefe ich mich durch den Vormittag, hüte das Telefon und verfluche meinen vernünftigen, durchweg disziplinierten und daher höchst ungewöhnlichen Entschluss von heute morgen, nicht zum Arzt zu gehen und den Krankenschein zu verlängern (wirklich gesund ist auch was anderes, wenn ich ehrlich bin). Ach, so denke ich um 10:14 Uhr, wäre ich doch zuhaus geblieben!
Ich meine, das mit dem Telefon sollte für einen Praktikanten ja reichen. Das ist eine verantwortungsvolle und herausfordernde Aufgabe, vor allem für einen schwulen Kerl, der im Moment am Telefon bestenfalls wie eine näselnde Tucke, meist aber wie ein verschnupftes Mädchen klingt. Es ist tatsächlich passiert, dass mir wildfremde Menschen, die ich nie gesehen habe und bloß einen "One Telephone Stand" mit ihnen teilte, eine gute Besserung wünschten. So viel also zu meinen derzeitigen Telefonkünsten *lach*
Gott sei Dank war ich die letzten 1,5 Wochen wirklich richtig krank; so kann ich nun in meiner Arbeitszeit wenigstens meine Online-Aufgaben der letzten Wochen nachholen, die ich eigentlich zuhause hätte machen sollen. Manchmal, so scheint es mir, hat man nun doch mal Glück im Leben :-D
An dieser Stelle und aus gegebenem Anlass möchte ich J. grüßen und ihm leise zuraunen, dass sich auch die beschissenste Situation ins Positive umkehrt... es ist alles eine Frage der Betrachtung :-) *hugs*
Bis bald... ich habe das Gefühl, dass dieser Blog innerhalb des Monats, den ich weiterhin hier im Praktikum bin, noch ein wenig weiter anschwillt...
Denn ich habe alles, was in 1,5 Wochen liegen blieb, in 1,5 Stunden aufgeholt. Relation? Fehl am Platz. Wird wegrationalisiert wegen Ist-Nicht. Und so huste und schniefe ich mich durch den Vormittag, hüte das Telefon und verfluche meinen vernünftigen, durchweg disziplinierten und daher höchst ungewöhnlichen Entschluss von heute morgen, nicht zum Arzt zu gehen und den Krankenschein zu verlängern (wirklich gesund ist auch was anderes, wenn ich ehrlich bin). Ach, so denke ich um 10:14 Uhr, wäre ich doch zuhaus geblieben!
Ich meine, das mit dem Telefon sollte für einen Praktikanten ja reichen. Das ist eine verantwortungsvolle und herausfordernde Aufgabe, vor allem für einen schwulen Kerl, der im Moment am Telefon bestenfalls wie eine näselnde Tucke, meist aber wie ein verschnupftes Mädchen klingt. Es ist tatsächlich passiert, dass mir wildfremde Menschen, die ich nie gesehen habe und bloß einen "One Telephone Stand" mit ihnen teilte, eine gute Besserung wünschten. So viel also zu meinen derzeitigen Telefonkünsten *lach*
Gott sei Dank war ich die letzten 1,5 Wochen wirklich richtig krank; so kann ich nun in meiner Arbeitszeit wenigstens meine Online-Aufgaben der letzten Wochen nachholen, die ich eigentlich zuhause hätte machen sollen. Manchmal, so scheint es mir, hat man nun doch mal Glück im Leben :-D
An dieser Stelle und aus gegebenem Anlass möchte ich J. grüßen und ihm leise zuraunen, dass sich auch die beschissenste Situation ins Positive umkehrt... es ist alles eine Frage der Betrachtung :-) *hugs*
Bis bald... ich habe das Gefühl, dass dieser Blog innerhalb des Monats, den ich weiterhin hier im Praktikum bin, noch ein wenig weiter anschwillt...
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Donnerstag, 15. Januar 2009
Telefone und andere Hürden
joy-d, 12:50h
Guten Morgen. Heute bin ich alleine im Büro. Das heißt, alleine in meinem Büroraum, den der dusselige Praktikant (aka Ich) sich mit einer Kollegin teilt. Prima Sache; online auf GayRomeo, nebenher mal die gestrige Online-Tagesaufgabe der Ausbildung gemacht, mit einer anderen Praktikantin gelabert (Berufsvorbereitendes Soziales Jahr... so leicht überbrückt man eine Zeitspanne von ca. 7 Jahren!), eine Bewerbung zur Unterschrift vorgelegt und einen Nachfassbrief geschrieben (eigentlich heißt er in der Werbung Nachfassbrief und ist das, was jeden Menschen tierisch nervt, wenn er schon ein oder zwei beinahe gleichlautende Werbebriefe im Postkasten hatte und es im Nachfassbrief dann heißt "Wollen Sie denn WIRKLICH auf die Million verzichten, wenn Sie bei uns nicht Mitglied auf Lebenszeit zu einem Monatsbeitrag von NUR 888.575,01 EUR werden?" (...) Ein Nachfassbrief bei uns heißt aber so, weil wir angehende Mitarbeiter daran erinnern, dass sie noch Unterlagen einzusenden haben. Das war so meine Tagesbilanz heute... und ein Anschiss von einer unbedeutenden Mitarbeiterin. Das kam so:
Da ich ja nur Praktikant hier bin, muss ich mich mit dritt-, teilweise viertklassigem Arbeitmaterial herumschlagen. Mein Schreibtisch wackelt, Mousepad und Stiftablage gehören mir selbst, mein Bürostuhl (ergonomisch geformt, aber hallo!) knarrt, und eigentlich kann ich froh sein, dass ich einen Rechner habe und NICHT in Stein hauen muss, oder Internet von vor vier Jahren bekommen habe. Aber der wahre Knaller ist mein Telefon. Sagte ich Telefon? Ich weiß gar nicht, wie man diese Höllenmaschine nennen sollte. Jedenfalls... ein Telefon hat gewisse Attribute. Mit einem Telefon kann man auch auf weite Entfernung mit Menschen sprechen. Gut; kann ich. In einem Büro kann ich eingehende Anrufe auf ein anderes Telefon durchstellen. Kann ich? Nein... hier nicht. Kein Mensch weiß, warum. Zunächst dachten alle (inklusive mir), ich sei zu blöd dafür, aber nein! Klein Joy weiß, wie man durchstellt, aber das System weiß nicht, wer mein Telefon ist. Und das jetzt schon seit zweieinhalb Monaten. Erst habe ich versucht, mich zu weigern, ans Telefon zu gehen. Aber ich musste; keine Chance gegen ein Büro voller schlagfertiger und -kräftiger Frauen *g*. Okay; ich überlegte mir also ein System, nach dem ich jedem Anrufer erzählte, dass die Person, die gesprochen werden wollte, gerade nicht da war, ich aber gern etwas notieren könnte; man würde dann zurückrufen. Gesagt, getan. Heute ist alles anders.
Heute ist meine Kollegin, die eigentlich hier im Raum sitzt, nicht da, und da meinte eine andere Dame, ich könne doch das Telefon der Abwesenden nehmen. "Da musst du mal ein bisschen flexibel sein, das geht so nicht." Flexibel? ICH? Meine Name ist Hase... ich weiß von gar nix. Hat das nicht die letzten zweieinhalb Monate auch ganz gut funktioniert? Wieso zum Donnerwetter soll das ausgerechnet jetzt nicht mehr gehen?
Gut; ich nahm das Telefon, und Durchstellen ist eine tolle Sache! Hätte ich ja nie gedacht! Das ist doch gleich einen Eintrag im Praktikumsbericht wert... nicht wahr?
Schön ist auch, wenn man mit latenter Migräne hier sitzt und oben drüber jemand mit 20er Bohrern die Wand aufstemmt... und meinen Kopf gleich mit...
Ich hätte heute morgen doch zum Arzt gehen sollen *lach*
Da ich ja nur Praktikant hier bin, muss ich mich mit dritt-, teilweise viertklassigem Arbeitmaterial herumschlagen. Mein Schreibtisch wackelt, Mousepad und Stiftablage gehören mir selbst, mein Bürostuhl (ergonomisch geformt, aber hallo!) knarrt, und eigentlich kann ich froh sein, dass ich einen Rechner habe und NICHT in Stein hauen muss, oder Internet von vor vier Jahren bekommen habe. Aber der wahre Knaller ist mein Telefon. Sagte ich Telefon? Ich weiß gar nicht, wie man diese Höllenmaschine nennen sollte. Jedenfalls... ein Telefon hat gewisse Attribute. Mit einem Telefon kann man auch auf weite Entfernung mit Menschen sprechen. Gut; kann ich. In einem Büro kann ich eingehende Anrufe auf ein anderes Telefon durchstellen. Kann ich? Nein... hier nicht. Kein Mensch weiß, warum. Zunächst dachten alle (inklusive mir), ich sei zu blöd dafür, aber nein! Klein Joy weiß, wie man durchstellt, aber das System weiß nicht, wer mein Telefon ist. Und das jetzt schon seit zweieinhalb Monaten. Erst habe ich versucht, mich zu weigern, ans Telefon zu gehen. Aber ich musste; keine Chance gegen ein Büro voller schlagfertiger und -kräftiger Frauen *g*. Okay; ich überlegte mir also ein System, nach dem ich jedem Anrufer erzählte, dass die Person, die gesprochen werden wollte, gerade nicht da war, ich aber gern etwas notieren könnte; man würde dann zurückrufen. Gesagt, getan. Heute ist alles anders.
Heute ist meine Kollegin, die eigentlich hier im Raum sitzt, nicht da, und da meinte eine andere Dame, ich könne doch das Telefon der Abwesenden nehmen. "Da musst du mal ein bisschen flexibel sein, das geht so nicht." Flexibel? ICH? Meine Name ist Hase... ich weiß von gar nix. Hat das nicht die letzten zweieinhalb Monate auch ganz gut funktioniert? Wieso zum Donnerwetter soll das ausgerechnet jetzt nicht mehr gehen?
Gut; ich nahm das Telefon, und Durchstellen ist eine tolle Sache! Hätte ich ja nie gedacht! Das ist doch gleich einen Eintrag im Praktikumsbericht wert... nicht wahr?
Schön ist auch, wenn man mit latenter Migräne hier sitzt und oben drüber jemand mit 20er Bohrern die Wand aufstemmt... und meinen Kopf gleich mit...
Ich hätte heute morgen doch zum Arzt gehen sollen *lach*
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