Samstag, 11. Juni 2011
Oh Happy Day!
Jaaaa! Ich bin jetzt auch dabei! Im Kreise der Erlauchten, ach was sage ich, der Erleuchteten! Vergessen sind die Tage unsäglicher Windows Experimente, vorbei das leidliche RAM Aufrüsten, das einem Krieg gegen den eigenen Rechner (Pfui! Welch schändliche Meuterei!) gleich kommt, NEIN! Ich bin jetzt einer von ihnen; einer derer, die das Licht des Apfels gesehen haben.

OK, Spaß beiseite, es hat ja schon viel früher angefangen. Irgendwann brauchte ich mal einen Rechner und einen Handyvertrag, und da ich gerade nicht viel Kohle hatte, dachte ich, ich besorg mir beides gleichzeitig. Nun hatte ich auch nicht viel Platz, und da mein lieber Herr Fast-Gemahl mit einer neuen Lebensphilosophie in mein Leben einzog, ließ ich mich bald (und gerne) anstecken. Ein Apfel sollte her, ein ganz kleiner. Bald darauf nannte ich eine Keksdose liebevoll mein, und die Welt wurde ein wenig weißer.

Da auch der Kleine alles andere als tatsächlich mobil war (von der Grafik reden wir jetzt mal absichtlich nicht...), entschied ich mich bald zu einem Notebook und ließ das Baby fortan meine Musik verwalten. Immer noch kaum Kohle auf der Tasche, wurde es ein HP (Harry), der mittlerweile seinen Lebensabend bei meinem Vater verbringt. Man sieht, lange hat er mich nicht glücklich gemacht (Harry, nicht mein Vater :-P). Es folgte ein Zweiter, den ich ganz unbescheiden Flagschiff nannte (ein Monster von einem Notebook!), aber die Mobilität war wieder so eine Sache. Das Flagschiff wurde zu einem guten Zweck (und einem beschissenen Preis) veräußert, und ein ganz ganz ganz kleiner... ich mag ihn nicht mal richtig "Rechner" nennen... gesellte sich zu mir. Wieder ein HP, naja, wenigstens ist er weiß.

Doch der Hunger auf Obst blieb. Zwischendurch fiel mir durch äußerst glückliche Umstände ein iPhone in die Finger, was meinen Schmerz zunächst erheblich linderte. Ja Freunde und Feinde des Apfels, ich muss tatsächlich sagen, dass so ein Online Leben ohne iPhone recht sinnlos erscheint. Mir graut heute schon vor dem Tag, an dem es das Zeitliche segnen wird (kann es sein dass ich meine Dinge zu sehr belebe? *lach*).

Mit ein bischen mehr Kohle und den täglichen Annehmlichkeiten des iPhones wurde ich ein wenig größenwahnsinnig. Fortan dachte ich über den Erwerb eines Big Apples nach... iMac, die Königsklasse, die mich schon anlachte, seit mein Liebster (nein, kein Rechner, ein Mensch :-P) sich vor etwa einem Jahr einen solchen zulegte (zusätzlich zu seinem Powerbook und dem alten, süßen, aber leider mittlerweile unbrauchbaren Knubbelmac). Zunächst versuchte ich mich mit einem Äpfelchen (iPod Nano) zu trösten, aber das fachte mein Verlangen nur noch mehr an. Und so kam es, wie es kommen musste... ich begann, Angebote zu vergleichen und mich ernsthaft mit dem Kauf eines echten Rechners (des einzig wahren Rechners) zu beschäftigen. Eine Zeit, die so voller Vorfreude und Aufregung war, dass es Weihnachten locker in den Schatten stellt. Zumal der neue iMac ja gerade erscheinen ist *hrhr*.

Heute morgen war es dann soweit. Zufällig sah ich aus dem Fenster, als ein Hermes Bote (jaja :-P) eine große Kiste in Richtung meiner Haustür schleppte. Ich ging - nein, ich rannte! - zur Tür und drückte sie auf. Der Bote schleppte die Kiste (die auf der Straße viel kleiner ausgesehen hatte) die Treppe hoch. Er war da. Big Boy Bobby (den Namen hat er in einer Ausschreibung gewonnen, an der sich eine Person beteiligt hatte... danke @ DanyWho :-D). Vor lauter Aufregung konnte ich kaum richtig unterschreiben. Und dann ging es ganz schnell. Er nahm zunächst mitten in meinem Zimmer Platz und beobachtete, wie ich seinen Schreibtisch aufräumte und polierte. Es sollte ja alles schön sein für Bobby. Dann befreite ich ihn aus seiner Kiste. Als ich ihn aus dem weißen Karton hob, machte mein Sohn ein anerkennendes Geräusch, das nicht besser auf den Moment hätte passen können. Die Sonne schien, das Haus war ruhig; ein fast andächtiger Moment. Zusammen mit meinem Sohn stellte ich den Rechner auf, und wir sahen uns das Einführungsvideo an. Dann lud ich Firefox runter und ging auf Facebook... was man halt so macht. Einen Virenscanner brauche ich ja nicht.

Und nun? Ich tippe auf der kleinen Tastatur, als habe ich nie etwas anderes gemacht (wichtig für einen Schreiberling wie mich!), und die Aufregung ist fast verflogen. Mein neuer Freund hier vor mir glänzt mit tollem Display und noch tollerem Innenleben. Macht es mich glücklich? ... Nein. Ich habe nur ein Teil gekauft, das mir ein bisschen mehr Schönheit in die Computerarbeit zaubert, und das - zur Abwechslung - einfach mal *funktioniert*, und zwar so, wie ich es mag. Ich habe das gute Gefühl, dass die Rechnerodyssee erst einmal ein Ende hat. Aber Glück, Freunde... das ist etwas anderes ;-)

der trotzdem gerade ziemlich glückliche
Joy

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