Mittwoch, 11. Februar 2009
MMMkay...
Da bin ich wieder. Nach gefühlter zwei-jähriger Abwesenheit, die ich höchst vergnüglich mit Grippe und anderen Viren verbrachte (welch eine Gesellschaft, ich werde sie vermissen...), bin ich heute wieder auf der Arbeit. Wir schreiben das Jahr 2009, und wie gern würde Klein Joy in Sphären vordringen, die nie ein (Büro-)Mensch zuvor gesehen hat, aber... nein. Nicht in diesem Leben. Mein Arbeitstag beginnt um 8:30 Uhr, und als ich heute kam, frohlockte mein kleines, von Schwermut geplagtes Herz. Denn auf meinem Schreibtisch türmte sich ein wenig Arbeit. Nun; man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Es ist nun 10:10 Uhr, eigentlich eine prima Gelegenheit für abergläubische Menschen, sich etwas zu wünschen. Arbeit vielleicht?
Denn ich habe alles, was in 1,5 Wochen liegen blieb, in 1,5 Stunden aufgeholt. Relation? Fehl am Platz. Wird wegrationalisiert wegen Ist-Nicht. Und so huste und schniefe ich mich durch den Vormittag, hüte das Telefon und verfluche meinen vernünftigen, durchweg disziplinierten und daher höchst ungewöhnlichen Entschluss von heute morgen, nicht zum Arzt zu gehen und den Krankenschein zu verlängern (wirklich gesund ist auch was anderes, wenn ich ehrlich bin). Ach, so denke ich um 10:14 Uhr, wäre ich doch zuhaus geblieben!

Ich meine, das mit dem Telefon sollte für einen Praktikanten ja reichen. Das ist eine verantwortungsvolle und herausfordernde Aufgabe, vor allem für einen schwulen Kerl, der im Moment am Telefon bestenfalls wie eine näselnde Tucke, meist aber wie ein verschnupftes Mädchen klingt. Es ist tatsächlich passiert, dass mir wildfremde Menschen, die ich nie gesehen habe und bloß einen "One Telephone Stand" mit ihnen teilte, eine gute Besserung wünschten. So viel also zu meinen derzeitigen Telefonkünsten *lach*

Gott sei Dank war ich die letzten 1,5 Wochen wirklich richtig krank; so kann ich nun in meiner Arbeitszeit wenigstens meine Online-Aufgaben der letzten Wochen nachholen, die ich eigentlich zuhause hätte machen sollen. Manchmal, so scheint es mir, hat man nun doch mal Glück im Leben :-D

An dieser Stelle und aus gegebenem Anlass möchte ich J. grüßen und ihm leise zuraunen, dass sich auch die beschissenste Situation ins Positive umkehrt... es ist alles eine Frage der Betrachtung :-) *hugs*

Bis bald... ich habe das Gefühl, dass dieser Blog innerhalb des Monats, den ich weiterhin hier im Praktikum bin, noch ein wenig weiter anschwillt...

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