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Sonntag, 7. August 2011
Everybody lies
joy-d, 16:21h
Dr. Gregory House ist eine erfundene Figur. Er humpelt durch ein erfundenes Krankenhaus, lindert mehr oder weniger erfundene Krankheiten und hat eine lebhafte, wenngleich erfundene Vergangenheit. Aber sein Credo ist so wahr wie es nur sein kann.
Everybody lies.
Man mag es nicht glauben, und doch ist es so. Ich habe es selbst in den letzten Wochen und Monaten erleben dürfen. Dabei kann von dürfen keine Rede sein... wenn Masken langsam fallen, die Sicht klarer wird und man an der Wahrheit einfach nicht mehr vorbei kommt. Was immer die Wahrheit in dieser Sache sein mag, ich weiß es nicht mehr.
Es begann mit kleinen Lügen, wie sie vielleicht immer wieder mal vorkommen. Ein Freund von mir, der hier natürlich namentlich unerwähnt bleiben wird, hatte schon immer einen Hang dazu, sich die Realität so zu biegen, dass er selbst ganz gut dabei heraus kommt. In kleinen Dingen ist das zwar unschön, aber man kann darüber hinweg blicken. Irgendwann aber, wenn die Lügen größer und größer werden, wenn aufgedeckte Lügen mit weiteren Lügen vertuscht werden sollen, dann ist es mit dem Spaß vorbei.
Er hatte finanzielle Probleme und hat Geräte verpfändet. Um sein Gesicht zu wahren, hat er das verschwiegen. An sich wird das jeder verstehen können; so auch ich. Verschweigen ist kein Problem, jedenfalls nicht in dieser Sache. Aber darauf angesprochen, erfand der Freund Geschichten, die so durchsichtig wie Klopapier waren. Hätte er doch nur gesagt "ich mag nicht drüber reden", oder ganz geschwiegen! Das wäre besser gewesen. Aber gut; ich glaubte ihm zwar irgendwo nicht, ließ es aber darauf beruhen.
So war es mit zu vielen Dingen, es ging immer weiter. Geld tauchte auf, dessen Herkunft mehr als zweifelhaft begründet wurde. Wüste Geschichten, die Drogenkonsum verschleiern sollten, wurden in die Welt gesetzt. Er schuldete vielen Leuten, unter anderem uns, Geld, nicht wenig. Da war ein Auto, neue Freunde, tagelange Exzesse, eine zerissene Hose, Bilder, die sich aufgrund der Fakten aufdrängten. Theorien, die mein Lebensgefährte und ich voll Sorge entwickelten, was passiert sein könnte. Immer wieder die Frage: "Du siehst nicht gut aus, was ist los?", immer wieder die Antwort: "Ich habe nur einen schlechten Tag, alles ist okay."
Everybody lies. Ich habe es irgendwie gewusst.
Viele Dinge sind passiert, die ich gar nicht alle auflisten mag. Es gipfelte darin, dass eben jener Freund aufgelöst bei mir auf dem Sofa saß und mir von Suizidgedanken berichtete. Ihm war viel Schlimmes widerfahren, das wusste ich auch, und jedes Mal hatten wir ihm aus der Scheiße geholfen, jedes Mal. Ohne mich und meinen Lebensgefährten würde er womöglich mittlerweile im Gefängnis sitzen, obdachlos sein oder Schlimmeres. Doch selbst in einer Situation, in der sich der Freund hilfesuchend an die einzigen Menschen wand, die bedingungslos zu ihm standen, weil er einfach nicht mehr konnte, weil er leer, ausgebrannt und am Ende war... ja, selbst in dieser Situation log er mich noch an. Nicht, dass seine Depression ebenfalls erfunden war, so weit möchte ich nicht gehen, aber in einer Sache, die damit und mit anderen Vorkommnissen der jüngsten Vergangenheit zusammen hängt, hat er nachweislich gelogen, und das nicht zum ersten Mal. Wenn man doch nun so am Ende ist und sein Leben nicht mehr ohne Hilfe weiter führen kann, dann lügt man doch nicht den einzigen Menschen an, der einem noch helfen kann... oder? Ich bin, auch aufgrund der Ereignisse und Lügen in der Vergangenheit, sehr verunsichert und weiß gar nicht mehr, was ich glauben soll. Ein einst sehr sehr guter Freund ist mir zu einem Fremden geworden. Würde er mir heute erzählen, der Himmel sei blau, ich würde auf den Balkon gehen und nachsehen, um diese Aussage zu verifizieren. Und das kann es doch nicht sein.
Ich kann meine Wut, meine Enttäuschung, nicht in Worte fassen. Ich erhebe keinen Anspruch darauf, immer alles erfahren zu müssen... aber ich stehe wirklich nicht darauf, wieder und wieder und wieder angelogen zu werden. Erst Recht nicht in Dingen, die so elementar sind und Menschen gefährden (wie exzessiver Drogenkonsum und so). Ich habe jenen Freund an dem Abend, als er mir von seinen schweren Depressionen und seiner Unfähigkeit, so weiter zu leben berichtete, in die Psychiatrie gebracht. Dort wird er nun behandelt. Aber er ist nicht offen, nicht zu mir, nicht zu den Ärzten, nicht zu sich selbst. Das ist vielleicht das Schlimmste.
Vielleicht hatte er wirklich nur große Probleme, und das, was aussieht wie ein gigantisches Lügenkonstrukt, ist in Wirklichkeit eine Verkettung höchst unglücklicher Umstände. Aber daran mag ich nicht mehr glauben. Es ist so viel passiert, was auch ohne Hang zu Verschwörungstheorien zusammen passt, vieles, was ich hier nicht aufgelistet habe, weil es zu ungeheuerlich ist. Bei mir ist zu viel kaputt gegangen. Natürlich bin ich momentan für meinen Freund da; aber nur, weil ich weiß, dass er sonst gar niemanden hat. In Wirklichkeit kann ich sein Verhalten weder entschuldigen noch ertragen. Und das wird in Zukunft, wenn er wieder gesund ist, ganz sicher Folgen haben, ich kann es leider nicht ändern, selbst wenn es herzlos klingt.
Ich hätte nicht gedacht, dass eine erfundene Figur mir einmal so viel beibringen würde, aber es ist wahr. Everybody lies... leider.
joy-d
Everybody lies.
Man mag es nicht glauben, und doch ist es so. Ich habe es selbst in den letzten Wochen und Monaten erleben dürfen. Dabei kann von dürfen keine Rede sein... wenn Masken langsam fallen, die Sicht klarer wird und man an der Wahrheit einfach nicht mehr vorbei kommt. Was immer die Wahrheit in dieser Sache sein mag, ich weiß es nicht mehr.
Es begann mit kleinen Lügen, wie sie vielleicht immer wieder mal vorkommen. Ein Freund von mir, der hier natürlich namentlich unerwähnt bleiben wird, hatte schon immer einen Hang dazu, sich die Realität so zu biegen, dass er selbst ganz gut dabei heraus kommt. In kleinen Dingen ist das zwar unschön, aber man kann darüber hinweg blicken. Irgendwann aber, wenn die Lügen größer und größer werden, wenn aufgedeckte Lügen mit weiteren Lügen vertuscht werden sollen, dann ist es mit dem Spaß vorbei.
Er hatte finanzielle Probleme und hat Geräte verpfändet. Um sein Gesicht zu wahren, hat er das verschwiegen. An sich wird das jeder verstehen können; so auch ich. Verschweigen ist kein Problem, jedenfalls nicht in dieser Sache. Aber darauf angesprochen, erfand der Freund Geschichten, die so durchsichtig wie Klopapier waren. Hätte er doch nur gesagt "ich mag nicht drüber reden", oder ganz geschwiegen! Das wäre besser gewesen. Aber gut; ich glaubte ihm zwar irgendwo nicht, ließ es aber darauf beruhen.
So war es mit zu vielen Dingen, es ging immer weiter. Geld tauchte auf, dessen Herkunft mehr als zweifelhaft begründet wurde. Wüste Geschichten, die Drogenkonsum verschleiern sollten, wurden in die Welt gesetzt. Er schuldete vielen Leuten, unter anderem uns, Geld, nicht wenig. Da war ein Auto, neue Freunde, tagelange Exzesse, eine zerissene Hose, Bilder, die sich aufgrund der Fakten aufdrängten. Theorien, die mein Lebensgefährte und ich voll Sorge entwickelten, was passiert sein könnte. Immer wieder die Frage: "Du siehst nicht gut aus, was ist los?", immer wieder die Antwort: "Ich habe nur einen schlechten Tag, alles ist okay."
Everybody lies. Ich habe es irgendwie gewusst.
Viele Dinge sind passiert, die ich gar nicht alle auflisten mag. Es gipfelte darin, dass eben jener Freund aufgelöst bei mir auf dem Sofa saß und mir von Suizidgedanken berichtete. Ihm war viel Schlimmes widerfahren, das wusste ich auch, und jedes Mal hatten wir ihm aus der Scheiße geholfen, jedes Mal. Ohne mich und meinen Lebensgefährten würde er womöglich mittlerweile im Gefängnis sitzen, obdachlos sein oder Schlimmeres. Doch selbst in einer Situation, in der sich der Freund hilfesuchend an die einzigen Menschen wand, die bedingungslos zu ihm standen, weil er einfach nicht mehr konnte, weil er leer, ausgebrannt und am Ende war... ja, selbst in dieser Situation log er mich noch an. Nicht, dass seine Depression ebenfalls erfunden war, so weit möchte ich nicht gehen, aber in einer Sache, die damit und mit anderen Vorkommnissen der jüngsten Vergangenheit zusammen hängt, hat er nachweislich gelogen, und das nicht zum ersten Mal. Wenn man doch nun so am Ende ist und sein Leben nicht mehr ohne Hilfe weiter führen kann, dann lügt man doch nicht den einzigen Menschen an, der einem noch helfen kann... oder? Ich bin, auch aufgrund der Ereignisse und Lügen in der Vergangenheit, sehr verunsichert und weiß gar nicht mehr, was ich glauben soll. Ein einst sehr sehr guter Freund ist mir zu einem Fremden geworden. Würde er mir heute erzählen, der Himmel sei blau, ich würde auf den Balkon gehen und nachsehen, um diese Aussage zu verifizieren. Und das kann es doch nicht sein.
Ich kann meine Wut, meine Enttäuschung, nicht in Worte fassen. Ich erhebe keinen Anspruch darauf, immer alles erfahren zu müssen... aber ich stehe wirklich nicht darauf, wieder und wieder und wieder angelogen zu werden. Erst Recht nicht in Dingen, die so elementar sind und Menschen gefährden (wie exzessiver Drogenkonsum und so). Ich habe jenen Freund an dem Abend, als er mir von seinen schweren Depressionen und seiner Unfähigkeit, so weiter zu leben berichtete, in die Psychiatrie gebracht. Dort wird er nun behandelt. Aber er ist nicht offen, nicht zu mir, nicht zu den Ärzten, nicht zu sich selbst. Das ist vielleicht das Schlimmste.
Vielleicht hatte er wirklich nur große Probleme, und das, was aussieht wie ein gigantisches Lügenkonstrukt, ist in Wirklichkeit eine Verkettung höchst unglücklicher Umstände. Aber daran mag ich nicht mehr glauben. Es ist so viel passiert, was auch ohne Hang zu Verschwörungstheorien zusammen passt, vieles, was ich hier nicht aufgelistet habe, weil es zu ungeheuerlich ist. Bei mir ist zu viel kaputt gegangen. Natürlich bin ich momentan für meinen Freund da; aber nur, weil ich weiß, dass er sonst gar niemanden hat. In Wirklichkeit kann ich sein Verhalten weder entschuldigen noch ertragen. Und das wird in Zukunft, wenn er wieder gesund ist, ganz sicher Folgen haben, ich kann es leider nicht ändern, selbst wenn es herzlos klingt.
Ich hätte nicht gedacht, dass eine erfundene Figur mir einmal so viel beibringen würde, aber es ist wahr. Everybody lies... leider.
joy-d
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Montag, 20. Juni 2011
Erstens kommt es anders...
joy-d, 19:19h
... und zweitens als man denkt. Besonders wenn man meint, Gott spielen zu können. Jaaa meine Lieben, genau das habe ich in letzter Zeit wieder häufiger getan, und es macht Spaß! Meine kleinen Figürchen übers Papier wandeln zu lassen, ihnen Worte (oder auch andere Dinge) in den Mund zu legen, all sowas, Ihr wisst schon. Aber erstens kommt es anders...
Angefangen hat das eigentlich mit einer Kritik, die ich mir sehr zu Herzen nahm. War This Delicate Thing (mein This Delicate Thing, nicht das von Darren!) doch zu allererst als schwule Soap Opera gestaltet, wurde es mehr und mehr zu meiner eigenen (und glücklicherweise vergangenen) Geschichte; die Geschichte eines Mannes, der sich nicht entscheiden konnte zwischen einem idealisierten Traum und der Wirklichkeit, die nicht minder verführend war, was sich allerdings erst im Nachhinein herausstellt. Als dramatische Elemente kamen natürlich noch frei erfundene Sequenzen hinzu (als das Ganze noch eine Soap war), und fertig war die leichte Lektüre.
Bis eine aufmerksame Leserin meinte, der dramatische Tod einer unbedeutenden Nebenfigur würde stören, weil er mit der eigentlichen Storyline nichts zu tun hatte. Das wurde natürlich umgehend geprüft, und tatsächlich... außer einer Beerdigungsszene, in die ich mich sehr verliebt hatte, hatte dieser Tod letztlich keinen Sinn. Und damit begann die Geschichte, sich zu entwickeln.
Gelebt hat sie von Anfang an; die Figuren sind mir in den vergangenen drei oder vier Jahren sehr ans Herz gewachsen, auch wenn ich sie oft monatelang unbeachtet ließ. Aber das lag vor allem daran, weil mir vor dem Ende graute. Mehr dazu später.
In all der Zeit lernte ich, wie man anständige Geschichten schreibt. Ich meine jetzt nicht solche, die züchtig und brav sind, oh nein! Sondern solche, die auch gern von anderen Menschen gelesen werden (von ein paar zumindest). Erprobt durch einige Lesungen, bei denen ich mir regelmäßig halb in die Hose machte, fasste ich neuen Mut und ging wieder an TDT heran. Und plötzlich ergab nichts mehr einen Sinn. Hatte ich das Ding zuvor runtergehackt wie auf Speed, so merkte ich jetzt, dass viele Szenen zu langatmig, viele Dialoge zu schnulzig und manche Sachen schlicht unlogisch waren. Ja, Freunde der anspruchsvollen Literatur, sucht euer Futter nicht bei mir, es ist nicht leicht, sich das sagen zu müssen. Aber gleichzeitig war da die Gewissheit: Das kannst du besser!
Und so machte ich mich an die Arbeit. Ich schrieb eine stichwortartige Zusammenfassung, mit deren Hilfe ich mir Überblick über das Delicate Monster verschaffte. Noch während ich in den letzten Tagen diese Zusammenfassung schrieb, änderte ich Teile der Story. Mir wurde klar, welche Aspekte der Geschichte ich herausarbeiten und welche ich fallen lassen wollte (oder musste). Heraus kam eine sehr rührende, aber dennoch einfache Geschichte über Angst, Freundschaft und Liebe... also das, was etwa 92% der Bücherregale verstopft. Aber sei´s drum; es macht immer noch Spaß. Und ich kann euch versichern, dass die neue Fassung (die vermutlich auch nicht mehr auf den Namen This Delicate Thing hören wird) um Längen besser wird als die Urfassung, die schon seit langem (in englischer Sprache) im Internet kursiert. Ich bin froh, dass sie sich entwickelt hat, und das, ohne dass ich es wirklich wollte... denn das echte Delicate Thing hat sich zum Guten gewandt; was der Story auf Papier vermutlich nicht gelingen wird.
Aber wer weiß das schon so genau? Denn erstens kommt es anders...
Grüße mit beginnender Sehnenscheidentzündung von
Joy :-)
Angefangen hat das eigentlich mit einer Kritik, die ich mir sehr zu Herzen nahm. War This Delicate Thing (mein This Delicate Thing, nicht das von Darren!) doch zu allererst als schwule Soap Opera gestaltet, wurde es mehr und mehr zu meiner eigenen (und glücklicherweise vergangenen) Geschichte; die Geschichte eines Mannes, der sich nicht entscheiden konnte zwischen einem idealisierten Traum und der Wirklichkeit, die nicht minder verführend war, was sich allerdings erst im Nachhinein herausstellt. Als dramatische Elemente kamen natürlich noch frei erfundene Sequenzen hinzu (als das Ganze noch eine Soap war), und fertig war die leichte Lektüre.
Bis eine aufmerksame Leserin meinte, der dramatische Tod einer unbedeutenden Nebenfigur würde stören, weil er mit der eigentlichen Storyline nichts zu tun hatte. Das wurde natürlich umgehend geprüft, und tatsächlich... außer einer Beerdigungsszene, in die ich mich sehr verliebt hatte, hatte dieser Tod letztlich keinen Sinn. Und damit begann die Geschichte, sich zu entwickeln.
Gelebt hat sie von Anfang an; die Figuren sind mir in den vergangenen drei oder vier Jahren sehr ans Herz gewachsen, auch wenn ich sie oft monatelang unbeachtet ließ. Aber das lag vor allem daran, weil mir vor dem Ende graute. Mehr dazu später.
In all der Zeit lernte ich, wie man anständige Geschichten schreibt. Ich meine jetzt nicht solche, die züchtig und brav sind, oh nein! Sondern solche, die auch gern von anderen Menschen gelesen werden (von ein paar zumindest). Erprobt durch einige Lesungen, bei denen ich mir regelmäßig halb in die Hose machte, fasste ich neuen Mut und ging wieder an TDT heran. Und plötzlich ergab nichts mehr einen Sinn. Hatte ich das Ding zuvor runtergehackt wie auf Speed, so merkte ich jetzt, dass viele Szenen zu langatmig, viele Dialoge zu schnulzig und manche Sachen schlicht unlogisch waren. Ja, Freunde der anspruchsvollen Literatur, sucht euer Futter nicht bei mir, es ist nicht leicht, sich das sagen zu müssen. Aber gleichzeitig war da die Gewissheit: Das kannst du besser!
Und so machte ich mich an die Arbeit. Ich schrieb eine stichwortartige Zusammenfassung, mit deren Hilfe ich mir Überblick über das Delicate Monster verschaffte. Noch während ich in den letzten Tagen diese Zusammenfassung schrieb, änderte ich Teile der Story. Mir wurde klar, welche Aspekte der Geschichte ich herausarbeiten und welche ich fallen lassen wollte (oder musste). Heraus kam eine sehr rührende, aber dennoch einfache Geschichte über Angst, Freundschaft und Liebe... also das, was etwa 92% der Bücherregale verstopft. Aber sei´s drum; es macht immer noch Spaß. Und ich kann euch versichern, dass die neue Fassung (die vermutlich auch nicht mehr auf den Namen This Delicate Thing hören wird) um Längen besser wird als die Urfassung, die schon seit langem (in englischer Sprache) im Internet kursiert. Ich bin froh, dass sie sich entwickelt hat, und das, ohne dass ich es wirklich wollte... denn das echte Delicate Thing hat sich zum Guten gewandt; was der Story auf Papier vermutlich nicht gelingen wird.
Aber wer weiß das schon so genau? Denn erstens kommt es anders...
Grüße mit beginnender Sehnenscheidentzündung von
Joy :-)
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Samstag, 11. Juni 2011
Oh Happy Day!
joy-d, 13:57h
Jaaaa! Ich bin jetzt auch dabei! Im Kreise der Erlauchten, ach was sage ich, der Erleuchteten! Vergessen sind die Tage unsäglicher Windows Experimente, vorbei das leidliche RAM Aufrüsten, das einem Krieg gegen den eigenen Rechner (Pfui! Welch schändliche Meuterei!) gleich kommt, NEIN! Ich bin jetzt einer von ihnen; einer derer, die das Licht des Apfels gesehen haben.
OK, Spaß beiseite, es hat ja schon viel früher angefangen. Irgendwann brauchte ich mal einen Rechner und einen Handyvertrag, und da ich gerade nicht viel Kohle hatte, dachte ich, ich besorg mir beides gleichzeitig. Nun hatte ich auch nicht viel Platz, und da mein lieber Herr Fast-Gemahl mit einer neuen Lebensphilosophie in mein Leben einzog, ließ ich mich bald (und gerne) anstecken. Ein Apfel sollte her, ein ganz kleiner. Bald darauf nannte ich eine Keksdose liebevoll mein, und die Welt wurde ein wenig weißer.
Da auch der Kleine alles andere als tatsächlich mobil war (von der Grafik reden wir jetzt mal absichtlich nicht...), entschied ich mich bald zu einem Notebook und ließ das Baby fortan meine Musik verwalten. Immer noch kaum Kohle auf der Tasche, wurde es ein HP (Harry), der mittlerweile seinen Lebensabend bei meinem Vater verbringt. Man sieht, lange hat er mich nicht glücklich gemacht (Harry, nicht mein Vater :-P). Es folgte ein Zweiter, den ich ganz unbescheiden Flagschiff nannte (ein Monster von einem Notebook!), aber die Mobilität war wieder so eine Sache. Das Flagschiff wurde zu einem guten Zweck (und einem beschissenen Preis) veräußert, und ein ganz ganz ganz kleiner... ich mag ihn nicht mal richtig "Rechner" nennen... gesellte sich zu mir. Wieder ein HP, naja, wenigstens ist er weiß.
Doch der Hunger auf Obst blieb. Zwischendurch fiel mir durch äußerst glückliche Umstände ein iPhone in die Finger, was meinen Schmerz zunächst erheblich linderte. Ja Freunde und Feinde des Apfels, ich muss tatsächlich sagen, dass so ein Online Leben ohne iPhone recht sinnlos erscheint. Mir graut heute schon vor dem Tag, an dem es das Zeitliche segnen wird (kann es sein dass ich meine Dinge zu sehr belebe? *lach*).
Mit ein bischen mehr Kohle und den täglichen Annehmlichkeiten des iPhones wurde ich ein wenig größenwahnsinnig. Fortan dachte ich über den Erwerb eines Big Apples nach... iMac, die Königsklasse, die mich schon anlachte, seit mein Liebster (nein, kein Rechner, ein Mensch :-P) sich vor etwa einem Jahr einen solchen zulegte (zusätzlich zu seinem Powerbook und dem alten, süßen, aber leider mittlerweile unbrauchbaren Knubbelmac). Zunächst versuchte ich mich mit einem Äpfelchen (iPod Nano) zu trösten, aber das fachte mein Verlangen nur noch mehr an. Und so kam es, wie es kommen musste... ich begann, Angebote zu vergleichen und mich ernsthaft mit dem Kauf eines echten Rechners (des einzig wahren Rechners) zu beschäftigen. Eine Zeit, die so voller Vorfreude und Aufregung war, dass es Weihnachten locker in den Schatten stellt. Zumal der neue iMac ja gerade erscheinen ist *hrhr*.
Heute morgen war es dann soweit. Zufällig sah ich aus dem Fenster, als ein Hermes Bote (jaja :-P) eine große Kiste in Richtung meiner Haustür schleppte. Ich ging - nein, ich rannte! - zur Tür und drückte sie auf. Der Bote schleppte die Kiste (die auf der Straße viel kleiner ausgesehen hatte) die Treppe hoch. Er war da. Big Boy Bobby (den Namen hat er in einer Ausschreibung gewonnen, an der sich eine Person beteiligt hatte... danke @ DanyWho :-D). Vor lauter Aufregung konnte ich kaum richtig unterschreiben. Und dann ging es ganz schnell. Er nahm zunächst mitten in meinem Zimmer Platz und beobachtete, wie ich seinen Schreibtisch aufräumte und polierte. Es sollte ja alles schön sein für Bobby. Dann befreite ich ihn aus seiner Kiste. Als ich ihn aus dem weißen Karton hob, machte mein Sohn ein anerkennendes Geräusch, das nicht besser auf den Moment hätte passen können. Die Sonne schien, das Haus war ruhig; ein fast andächtiger Moment. Zusammen mit meinem Sohn stellte ich den Rechner auf, und wir sahen uns das Einführungsvideo an. Dann lud ich Firefox runter und ging auf Facebook... was man halt so macht. Einen Virenscanner brauche ich ja nicht.
Und nun? Ich tippe auf der kleinen Tastatur, als habe ich nie etwas anderes gemacht (wichtig für einen Schreiberling wie mich!), und die Aufregung ist fast verflogen. Mein neuer Freund hier vor mir glänzt mit tollem Display und noch tollerem Innenleben. Macht es mich glücklich? ... Nein. Ich habe nur ein Teil gekauft, das mir ein bisschen mehr Schönheit in die Computerarbeit zaubert, und das - zur Abwechslung - einfach mal *funktioniert*, und zwar so, wie ich es mag. Ich habe das gute Gefühl, dass die Rechnerodyssee erst einmal ein Ende hat. Aber Glück, Freunde... das ist etwas anderes ;-)
der trotzdem gerade ziemlich glückliche
Joy
OK, Spaß beiseite, es hat ja schon viel früher angefangen. Irgendwann brauchte ich mal einen Rechner und einen Handyvertrag, und da ich gerade nicht viel Kohle hatte, dachte ich, ich besorg mir beides gleichzeitig. Nun hatte ich auch nicht viel Platz, und da mein lieber Herr Fast-Gemahl mit einer neuen Lebensphilosophie in mein Leben einzog, ließ ich mich bald (und gerne) anstecken. Ein Apfel sollte her, ein ganz kleiner. Bald darauf nannte ich eine Keksdose liebevoll mein, und die Welt wurde ein wenig weißer.
Da auch der Kleine alles andere als tatsächlich mobil war (von der Grafik reden wir jetzt mal absichtlich nicht...), entschied ich mich bald zu einem Notebook und ließ das Baby fortan meine Musik verwalten. Immer noch kaum Kohle auf der Tasche, wurde es ein HP (Harry), der mittlerweile seinen Lebensabend bei meinem Vater verbringt. Man sieht, lange hat er mich nicht glücklich gemacht (Harry, nicht mein Vater :-P). Es folgte ein Zweiter, den ich ganz unbescheiden Flagschiff nannte (ein Monster von einem Notebook!), aber die Mobilität war wieder so eine Sache. Das Flagschiff wurde zu einem guten Zweck (und einem beschissenen Preis) veräußert, und ein ganz ganz ganz kleiner... ich mag ihn nicht mal richtig "Rechner" nennen... gesellte sich zu mir. Wieder ein HP, naja, wenigstens ist er weiß.
Doch der Hunger auf Obst blieb. Zwischendurch fiel mir durch äußerst glückliche Umstände ein iPhone in die Finger, was meinen Schmerz zunächst erheblich linderte. Ja Freunde und Feinde des Apfels, ich muss tatsächlich sagen, dass so ein Online Leben ohne iPhone recht sinnlos erscheint. Mir graut heute schon vor dem Tag, an dem es das Zeitliche segnen wird (kann es sein dass ich meine Dinge zu sehr belebe? *lach*).
Mit ein bischen mehr Kohle und den täglichen Annehmlichkeiten des iPhones wurde ich ein wenig größenwahnsinnig. Fortan dachte ich über den Erwerb eines Big Apples nach... iMac, die Königsklasse, die mich schon anlachte, seit mein Liebster (nein, kein Rechner, ein Mensch :-P) sich vor etwa einem Jahr einen solchen zulegte (zusätzlich zu seinem Powerbook und dem alten, süßen, aber leider mittlerweile unbrauchbaren Knubbelmac). Zunächst versuchte ich mich mit einem Äpfelchen (iPod Nano) zu trösten, aber das fachte mein Verlangen nur noch mehr an. Und so kam es, wie es kommen musste... ich begann, Angebote zu vergleichen und mich ernsthaft mit dem Kauf eines echten Rechners (des einzig wahren Rechners) zu beschäftigen. Eine Zeit, die so voller Vorfreude und Aufregung war, dass es Weihnachten locker in den Schatten stellt. Zumal der neue iMac ja gerade erscheinen ist *hrhr*.
Heute morgen war es dann soweit. Zufällig sah ich aus dem Fenster, als ein Hermes Bote (jaja :-P) eine große Kiste in Richtung meiner Haustür schleppte. Ich ging - nein, ich rannte! - zur Tür und drückte sie auf. Der Bote schleppte die Kiste (die auf der Straße viel kleiner ausgesehen hatte) die Treppe hoch. Er war da. Big Boy Bobby (den Namen hat er in einer Ausschreibung gewonnen, an der sich eine Person beteiligt hatte... danke @ DanyWho :-D). Vor lauter Aufregung konnte ich kaum richtig unterschreiben. Und dann ging es ganz schnell. Er nahm zunächst mitten in meinem Zimmer Platz und beobachtete, wie ich seinen Schreibtisch aufräumte und polierte. Es sollte ja alles schön sein für Bobby. Dann befreite ich ihn aus seiner Kiste. Als ich ihn aus dem weißen Karton hob, machte mein Sohn ein anerkennendes Geräusch, das nicht besser auf den Moment hätte passen können. Die Sonne schien, das Haus war ruhig; ein fast andächtiger Moment. Zusammen mit meinem Sohn stellte ich den Rechner auf, und wir sahen uns das Einführungsvideo an. Dann lud ich Firefox runter und ging auf Facebook... was man halt so macht. Einen Virenscanner brauche ich ja nicht.
Und nun? Ich tippe auf der kleinen Tastatur, als habe ich nie etwas anderes gemacht (wichtig für einen Schreiberling wie mich!), und die Aufregung ist fast verflogen. Mein neuer Freund hier vor mir glänzt mit tollem Display und noch tollerem Innenleben. Macht es mich glücklich? ... Nein. Ich habe nur ein Teil gekauft, das mir ein bisschen mehr Schönheit in die Computerarbeit zaubert, und das - zur Abwechslung - einfach mal *funktioniert*, und zwar so, wie ich es mag. Ich habe das gute Gefühl, dass die Rechnerodyssee erst einmal ein Ende hat. Aber Glück, Freunde... das ist etwas anderes ;-)
der trotzdem gerade ziemlich glückliche
Joy
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